Ruven schreckte hoch. Nun, eigentlich lag er weiterhin, nicht einmal seine Augen öffneten sich. Der einzige, fatale Unterschied war, dass er nun wach war. Oder zumindest weniger schlafend. Seine Hand wanderte langsam in Richtung des krakelenden Weckers. Patsch. Er lag auf dem Boden (der Wecker). In den nächsten fünf Minuten hob Ruven sein linkes Augenlid im 30 Sekunden-Takt. Dann sprang er auf, streifte sich in Windeseile die schloddrigen Klamotten über und hetzte die Treppe hinab, ohne das Bad auch nur betreten zu haben. Wasserkocher eingeschalten, mit dem Wasser, das er am vergangenen Abend vorausdenkend eingefüllt hatte. Fernseher an. „The Day After Tomorrow“. Mochte er nicht. Zu viel weiß für seine müden Augen. Er schlürfte schnell seinen Kaffee und wäre fast gegen die Scheibe der Haustür geklatscht. Die Tür ging nicht auf. Außerdem lief der Fernseher noch. Dann fiel es ihm auf. Die Bilder, die über den Schirm flimmerten, waren in Wirklichkeit der Wetterbericht. Dann ging das Licht aus und die Glotze wurde schwarz. Ruven stand im Dunkeln und hatte keine Ahnung, wie er das zugefrorene Schloss ohne Föhn aufbekommen sollte, ganz zu schweigen von den gewaltigen Eisblumen, die höchstwahrscheinlich sein Auto schmückten.


